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Datenschutz und Software-Tools im Home-Office

Datenschutz und Software-Tools im Home-Office

Blitzumfrage: Datenschutz und Software-Tools im Home-Office

Im Rahmen des Forschungsprojekts AnyPPA haben wir gemeinsam mit unseren Partnern (FZI und Haufe) eine Blitzumfrage zum Thema „Home-Office in der Corona-Zeit“ durchgeführt. Allgemeine Ergebnisse zum Stimmungsbild im Home-Office haben wir bereits in Teil 1 vorgestellt, an dieser Stelle stellen wir Ihnen nun die Ergebnisse zum zweiten Teil der Umfrage vor.

 

Nicht nur Remote-Meeting-Tools werden zurzeit verstärkt eingesetzt, manche Arbeitgeber setzen auch auf Tools zur Arbeitszeiterfassung oder ähnlichem. Machen sich die TeilnehmerInnen unserer Umfrage daher Sorgen um ihre Datensicherheit? Und welche Tools wünschen sich die TeilnehmerInnen selbst, um besser im Home-Office arbeiten zu können? Diese und weitere Fragen wollen wir Ihnen im heutigen Blogbeitrag beantworten.

 


Vertrauen in den Arbeitgeber überwiegt gegenüber Datenschutzbedenken

 

Wir steigen ein mit erfreulichen Nachrichten: Die Mehrheit unserer TeilnehmerInnen vertraut ihrem Arbeitgeber im Hinblick auf den Umgang mit persönlichen Daten. 58% der Befragten haben keine Bedenken bei der Weitergabe an den eigenen Arbeitgeber. Dennoch bringt ein nicht unerheblicher Anteil von knapp einem Fünftel Sorgen bei diesem Thema zum Ausdruck. Ein anderes Bild ergibt sich bei der Weitergabe an fremden Firmen. Ihnen trauen lediglich 28% der Befragten im Umgang mit ihren Daten.

 

 

Erstaunlich offen zeigen sich die TeilnehmerInnen im Hinblick auf die Weitergabe sensibler Daten an ihre Vorgesetzten: Etwa ein Viertel der TeilnehmerInnen würden sensible Daten sogar direkt ohne Einschränkungen an Vorgesetzte weitergeben.

 

Produktivitätstools sollen im Home-Office helfen

 

In Teil 1 unseres Berichtes zur Home-Office Umfrage haben wir gesehen, dass fast die Hälfte der Befragten die Produktivität im Home-Office im Vergleich zur Arbeit im Büro als niedriger einstuft. Unterstützung könnten an dieser Stelle spezielle People-Analytics-Tools bieten. Immer mehr Hersteller bieten arbeitsunterstützende Tools an, die eine Erhöhung der Produktivität, weniger Stress an der Arbeit oder gesteigerte Motivation versprechen. Bisher werden diese Möglichkeiten jedoch noch wenig genutzt. So gaben nur 8% an, bereits ein solches arbeitsunterstützendes Tool einzusetzen.

 

Es stellt sich die Frage, welche Mitarbeiterbedürfnisse derartige Hilfsmittel konkret erfüllen könnten. Am häufigsten gewünscht wurden von den TeilnehmerInnen Hilfestellungen zur besseren Strukturierung der Arbeitszeit, wie eine Produktivitätsübersicht (55%) und eine Erinnerung an regelmäßige Pausen (47%). Auch Angebote zur Weiterbildung und Motivationscoaching werden von mehr als jedem dritten Befragten positiv eingeschätzt.

 

Die Ergebnisse unserer Blitzumfrage zeigen, dass unterstützende Software-Tools eine Chance darstellen können, Wohlbefinden und Produktivität im Home-Office zu steigern. Doch gleichzeitig können vor allem bei Tools, die auf der Erfassung sensibler Daten basieren, verstärkt Risiken hinsichtlich der Datensicherheit entstehen. Mit eben diesem Spannungsfeld, zwischen vielversprechenden Potentialen der Datennutzung auf der einen und Wahrung der Privatsphäre der Beteiligten auf der anderen Seite, beschäftigen wir uns aktuell im interdisziplinären Forschungsprojekt AnyPPA – weitere Informationen und aktuelle News hier­zu fin­den Sie auf der AnyPPA Projektseite.

Die Stichprobe

  • insgesamt nahmen 159 TeilnehmerInnen an unserer nicht-repräsentativen Blitzumfrage teil, davon 63% männlich.
     
  • der Großteil der TeilnehmerInnen (66%) arbeitet in Vollzeit
     
  • die Mehrheit (94%) der TeilnehmerInnen lebt nicht allein, sondern mit min. einer anderen Person im Haushalt
     
  • die meisten (67%) leben ohne Kinder unter 16 Jahren im Haushalt
     
  • der Großteil (79%) der TeilnehmerInnen hat vor Beginn der Corona-Krise nicht im Home-Office gearbeitet

 

 

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