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Home-Office Umfrage

Blitzumfrage: Home-Office in der Corona-Zeit

Wie ist die Stimmung im Home-Office in der Corona-Zeit? Was sind aktuell die größten Störquellen bei der Arbeit daheim, und wie produktiv arbeiten wir? Im Rahmen des Forschungsprojekts AnyPPA haben wir gemeinsam mit unseren Partnern (FZI und Haufe) eine Blitzumfrage zu diesen und weiteren Themen durchgeführt. In diesem und dem folgenden Blogbeitrag stellen wir Ihnen die Ergebnisse dieser Umfrage vor.

 

Insgesamt nahmen 159 TeilnehmerInnen an unserer Umfrage teil, davon arbeiten aktuell 120 im Home-Office. Wir konnten Einblicke in die Themen Produktivität, Unterstützung durch den Arbeitgeber und die Aussicht auf Home-Office in Zeiten nach der Krise gewinnen.

 


Produktivität leidet bei der Hälfte der TeilnehmerInnen merklich – Gründe sind vielfältig

 

Überlastetes Internet, schreiende Kinder, improvisierter Arbeitsplatz am Küchentisch – potenzielle Hindernisse für produktives Arbeiten in den eigenen vier Wänden gibt es derzeit zuhauf. Da ist es wohl kein Wunder, dass knapp die Hälfte (47%) unserer TeilnehmerInnen ihre Produktivität geringer einschätzen als im normalen Arbeitsalltag. Dem gegenüber stehen allerdings auch 18%, die ihre Produktivität zurzeit sogar als höher einschätzen als sonst. Rund ein Drittel sieht keine Veränderungen in ihrer Arbeitsproduktivität.

 

Um die Gründe hinter den Produktivitätseinbußen zu beleuchten haben wir nach den häufigsten Störfaktoren zu Hause gefragt. Ganz oben auf der Liste steht Lärm, der 44% der TeilnehmerInnen beeinträchtigt. Aber auch grundlegende Arbeitsvoraussetzungen sind nicht immer gegeben. Immerhin fast jeder fünfte hat Probleme mit dem Internetzugriff, oder keinen geeigneten Arbeitsplatz zuhause. Noch schwerer wiegt das Fehlen von Arbeitsmaterialien, auf die mehr als 28% aus dem Home-Office nicht zugreifen können.

 

Betrachtet man nur diejenigen TeilnehmerInnen mit jüngeren Kindern im Haushalt, verschiebt sich das Bild erwartungsgemäß: die Kinderbetreuung rückt an die Stelle der häufigsten Störquelle, betroffen sind davon fast zwei Dritteln der Befragten in dieser Gruppe.

Großteil der TeilnehmerInnen sieht sich durch Arbeitgeber gut unterstützt

 

Erfreuliches zeigt sich bei der wahrgenommenen Unterstützung durch ArbeitgeberInnen beim Übergang zum Home-Office: Hier zeigen sich die TeilnehmerInnen größtenteils zufrieden. So geben 72% der Befragten an, ihr Arbeitgeber habe sie beim Umzug ins Home-Office ausreichend unterstützt, nur 16% sind in dieser Hinsicht unzufrieden.

Über 80% der TeilnehmerInnen wünschen Home-Office auch nach der Krise

 

Trotz aller Schwierigkeiten in der aktuellen Zeit haben unsere TeilnehmerInnen das Modell Home-Office doch auch zu schätzen gelernt: Viele können sich prinzipiell vorstellen auch nach der Krise zumindest zeitweise weiter im Home-Office zu arbeiten. Vollständig ausgeschlossen wird dies nur von 16 % der TeilnehmerInnen. Es zeigt sich jedoch auch: Eine Mehrheit bevorzugt die tageweise Arbeit im Home-Office, die gesamte Woche möchten nur 22% der TeilnehmerInnen daheim verbringen.

 

In der Corona-Krise hat sich unseren Arbeitsalltag so schnell und tiefgreifend wie selten zuvor verändert. Unsere Umfrage hat bestätigt, dass die vielfältigen Herausforderungen im Home-Office nicht ohne Produktivitätseinbußen an den ArbeitnehmerInnen vorbeigegangen sind. Dennoch möchte die große Mehrheit der Befragten dem Home-Office auch nach der Krise nicht so schnell den Rücken kehren. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die meisten sich bisher durch den Arbeitgeber gut unterstützt fühlen, und stimmen uns damit optimistisch für die weitere Entwicklung.

 

Wenn Sie diese Ergebnisse spannend fanden, können Sie sich schon auf unseren nächsten Blogbeitrag freuen. Darin werden wir den zweiten Teil der Umfrage vorstellen, in dem sich alles um die Themen Datensicherheit und Software-Tools im Home-Office drehen wird.

Die Stichprobe

  • insgesamt nahmen 159 TeilnehmerInnen an unserer nicht-repräsentativen Blitzumfrage teil, davon 63% männlich. Bei den in Teil 1 unseres Blogbeitrags berichteten Fragen wurden nur die Antworten einer Subgruppe von 120 TeilnehmerInnen betrachtet, die sich aktuell im Home-Office befindet
     
  • der Großteil der TeilnehmerInnen (66%) arbeitet in Vollzeit
     
  • die Mehrheit (94%) der TeilnehmerInnen lebt nicht allein, sondern mit min. einer anderen Person im Haushalt
     
  • die meisten (67%) leben ohne Kinder unter 16 Jahren im Haushalt
     
  • der Großteil (79%) der TeilnehmerInnen hat vor Beginn der Corona-Krise nicht im Home-Office gearbeitet

 

 

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